Kokosnuss: so gesund ist die tropische Frucht

Hier erfahren Sie warum die Kokosnuss so gesund ist und wie es möglich ist, dass sie trotz ihres hohen Fettgehaltes bei der Gewichtsabnahme helfen kann.
Kokosnuss

Auch heute noch zählt die Kokosnuss in mehreren Ländern zu den Grundnahrungsmitteln. In Deutschland ist das natürlich nicht so. Dennoch können Sie frische Kokosnüsse ganzjährlich im Supermarkt erwerben. Die Kokosnuss stammt jedoch aus den Tropen und wird hauptsächlich in Indien, Indonesien, Brasilien auf den Philippinen und in der Dominikanischen Republik angebaut. Von dort aus wird sie in die ganze Welt exportiert.

Die Kokosnuss zählt botanisch nicht zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten. Sie ist die Frucht der Kokospalme und folgendermaßen aufgebaut:

  • Ihre äußere Schicht besteht aus einer wasserdichten, sonnenlichtbeständigen, ledrigen Haut und ist von grünlicher oder hellbrauner Farbe. Die widerstandsfähige Außenhaut verhindert, dass Keime ins Innere der Kokosnuss gelangen können.
  • Als nächste Schicht folgt eine Faserschicht. Dieses Polster aus Zellulosefasern mit Lufteinschluss dient der Steinfrucht einerseits als Aufprallschutz, wenn sie als reife Frucht von der Palme herabfällt. Andererseits ermöglicht es der Kokosnuss, zu schwimmen und sich so auch fern ihrer Heimat, nach weiten Reisen über das Meer auszubreiten.
  • Anschließend kommt der Steinkern. Er ist von einer weiteren Schale umhüllt, die aus einem holzartigen Material besteht.
  • Auf der Innenseite der harten Schale befindet sich unter einer hauchdünnen, braunen Schicht das leckere, weiße, ölhaltige Kokosfleisch.
  • Und der Hohlraum beinhaltet, gut geschützt vor allen Widrigkeiten, die Nährflüssigkeit, das Kokoswasser. Dem Käufer dient die Flüssigkeitsmenge im Inneren als praktischer Frische-Indikator. Denn je mehr Kokoswasser die Palmenfrucht enthält, umso frischer ist sie. Eine voll ausgereifte Kokosnuss ist innen trocken.

Neben ihrem frischen, exotischen Geschmack ist die Kokosnuss auch noch überaus gesund. In ihren Ursprungsländern ist das längst bekannt, weshalb sie dort als besonders nahrhaftes Lebensmittel angesehen wird. Sie hat reichlich Pflanzenfett aufzuweisen und enthält außerdem viele Ballaststoffe.

Die Fettsäuren der Kokosnuss

Während in der Milch, in Milchprodukten und in den meisten Spendern tierischer Fette langkettige Fettsäuren enthalten sind, besteht das Fett der Palmenfrucht aus mittelkettigen Fettsäuren. Die mittelkettigen Fettsäuren werden mit MCT abgekürzt, was mittelkettige Triglyceride bedeutet. Diese Triglyceride heißen nicht nur anders, sondern sie verhalten sich auch in unserem Körper nicht wie langkettige Fettsäuren:

  1. Im Gegensatz zu den langkettigen machen die mittelkettigen Fettsäuren nicht dick. Ganz im Gegenteil: Sie können sogar in einer Diät zur Gewichtsreduzierung unterstützend eingesetzt werden. Weil der menschliche Körper die mittelkettigen Fettsäuren relativ schnell abbaut, kann er sie rasch in Energie umwandeln. Das hat erstens zur Folge, dass sie nicht als Fettdepot abgelagert werden und zweitens die Hungerattacken bei einer Abmagerungskur ausbleiben.
  2. Der nächste Pluspunkt mittelkettiger Fettsäuren liegt, laut einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2008 in der Senkung des Cholesterinspiegels. Denn angeblich steigt durch den Verzehr von Kokosfett, das ja in der Kokosnuss enthalten ist, nur der HDL-Wert des Cholesterins. Das LDL-Cholesterin wird ebenso, wie der Gesamtcholesterinspiegel gesenkt.
  3. Die Laurinsäure zählt ebenfalls zu den Triglyceriden und kommt unter den Fettsäuren der Kokosnuss in nicht geringem Maße vor. Sie ist bekannt für ihre antimikrobielle, antivirale und antifungale Wirkung. Die Laurinsäure gelangt zusammen mit den anderen MCTs relativ rasch ins Blut und kann dort die Zellwände von Krankheitserregern zerstören. Das funktioniert, weil die Wände von Bakterien und Viren vornehmlich aus Fetten bestehen und zudem wesentlich empfindlicher sind, als menschliche Zellwände. Die Laurinsäure aus der Kokosnuss kann also im Kampf gegen Erreger als Unterstützung eingesetzt werden.

Kokosnuss

So gesund ist die Kokosnuss

Das Kokoswasser im Inneren der Kokosnuss wird nicht zu Unrecht als Nährflüssigkeit bezeichnet. Denn es enthält viele wichtige Mineralstoffe. Weil es reich ist an Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor, Eisen, Zink, Mangan, Selen und Kupfer, kann es schon fast mit einem isotonischen Getränk verglichen werden. Wenn Sie nach dem Sport oder in der Sommerhitze viel schwitzen mussten, ist Kokoswasser also das ideale Getränk, um den Mineralstoffhaushalt wieder zu füllen.

Der hohe Kupfergehalt der Kokosnuss hat aber noch einen weiteren Vorteil. Kupfer wird für die Bildung von Neurotransmittern benötigt. Und diese Neurotransmitter wiederum kümmern sich um den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Zellen. Das bedeutet aber nichts anderes, als dass durch das Essen von Kokosnussfleisch indirekt die Gehirnfunktionen angeregt werden. Typische Erkrankungen der westlichen Zivilisation wie Alzheimer, lassen sich durch den Kokosnussverzehr eventuell verzögern.

Und ein weiteres Plus, mit dem die Kokosnuss hinsichtlich Ihrer Gesundheit punkten kann, ist ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen. Ballaststoffe wirken positiv auf die Verdauung, denn sie halten den Margen-Darm-Trakt fit. Sie kurbeln den Stoffwechsel an und beugen Verstopfung vor. Außerdem senken sie den Zuckerwert im Blut, wodurch sie gleichzeitig Diabetes vorbeugen können. Ballaststoffe verweilen länger im Magen und vermitteln auf diese Weise ein besseres Sättigungsgefühl. Dieser Umstand wiederum kommt Ihnen bei einer Abmagerungsdiät zugute. Und last but not least stärken Ballaststoffe außerdem das Immunsystem. Denn sie dienen den Dickdarmbakterien als Nährstoffe, die mithelfen, eine natürliche Barriere gegen Keime intakt zu halten.

Mit der Kokosnuss abnehmen

  • Beim Abnehmen mit der Palmenfrucht unterstützen in erster Linie die mittelkettigen Fettsäuren, die in der Kokosnuss enthalten sind. Weil die Triglyceride vom Körper nicht in Form von Fettpölsterchen auf Hüfte, Bauch und Po eingelagert werden, sondern rasch zur Leber geschickt werden, können sie dort in Energie umgewandelt werden.
  • Die Ballaststoffe aus der Kokosnuss, die den Magen für längere Zeit füllen, erhöhen das Sättigungsgefühl und lassen es länger anhalten. Sie werden also bei einer Diät zur Gewichtsreduzierung nicht so oft von Heißhungerattacken überfallen.
  • Auch das mineralstoffreiche Kokoswasser kann Sie beim Abnehmen unterstützen. Wenn Sie das ewige Wassertrinken leid sind und gerne ein Getränk mit Geschmack zu sich nehmen möchten, greifen Sie nicht zur zuckerhaltigen Limonade oder zum Saft. Genehmigen Sie sich ein Glas kalorienarmes Kokoswasser und Sie dürfen sich am exotischen Geschmack erfreuen, ohne dass es beim Kalorienzählen hoch zu Buche schlägt.
  • Auch wenn die Kokosmilch die gesunden, mittelkettigen Fettsäuren enthält, sollten Sie sie in Maßen genießen. Mit 30 Millilitern täglich kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an. Das ist für Ihren Körper ausreichend, weswegen Sie es auch bei dieser Menge belassen sollten.
  • Viele weitere interessante Informationen zum Kaloriengehalt und den Inhaltsstoffen erfahren Sie auf der Seite: Kalorien der Kokosnuss.

Kokosnuss Tipps für die Gesundheit

  1. Nach dem Sport, wenn Sie durch körperliche Anstrengung viel Flüssigkeit verloren haben, aber auch nach einer schwierigen Prüfung, wenn Sie ins Schwitzen geraten sind, müssen Sie Ihren Mineralstoffhaushalt wieder auffüllen. Dann bringt Ihnen das gesunde, mineralstoffhaltige Kokoswasser die verbrauchte Energie rasch zurück. Sie sollten allerdings wissen, dass das Kokoswasser nicht ausreichend Natrium enthält, um auch den Salzhaushalt Ihres Körpers wieder auszugleichen.
  2. Da beim Erhitzen von Kokosöl keine krebserregenden Stoffe frei werden, sollten Sie zum Braten und Frittieren stets Kokosfett verwenden. Auch auf diese Weise können sie Ihrem Körper Gutes tun.
  3. Wussten Sie, dass in den Ländern, in denen die Kokosnuss als Grundnahrungsmittel regelmäßig verzehrt wird, Krankheiten wie Schlaganfall oder Herzinfarkt äußerst selten sind?