Kokospalme: Pflege und Tipps für die Zimmerpflanze

Hier erfahren Sie mehr über die Pflege der Kokospalme, wie sie umgetopft wird und was zu beachten ist, damit die Kokospalme als Zimmerpflanze wächst und gedeiht.
Kokospalme

Ursprünglich stammt die Kokospalme aus den Tropen. Sie hat ihren Namen ihrer Frucht, der Kokosnuss zu verdanken.

Kokospalmen können bis zu 30 Meter hoch werden und lieben Wärme. Sie wachsen in Gebieten mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 27 Grad. Wenn die Kokospalme Früchte tragen soll, dann darf die Temperatur im kühlsten Monat durchschnittlich 20 Grad nicht unterschreiten.

Aber nicht nur von der Wärme ist die tropische Pflanze abhängig. Damit der Palmbaum große, saftige Kokosnüsse hervorbringen kann, benötigt er außerdem viel Wasser, das möglichst gleichmäßig über das Jahr verteilt den Boden rund um die Pflanze benässt. Heftige Regenfälle auf die anschließend lange Trockenperioden von circa sechs Monaten folgen, mag die Kokospalme nicht.

Der dritte Faktor, auf den die anspruchsvolle Pflanze Wert legt, ist das Licht. Nur Jungbäume vertragen den Halbschatten. Ist die Pflanze größer, will sie in der Sonne stehen. Am liebsten ist ihr ein warmer Platz an einem Flusslauf ohne Wind. Bei so vielen Anforderungen ist es verwunderlich, dass die Tropenpflanze im gesamten Tropenbereich kultiviert wird.

Kokospalme als Zimmerpflanze

Alle Bedingungen, die die Kokospalme an ihren natürlichen Lebensraum für ein prächtiges Gedeihen stellt, können ihr als Zimmerpflanze nur schwer erfüllt werden. Deswegen wird sie als Zimmerpflanze selten Früchte tragen, sie wird nicht so schnell wachsen, wie in der freien Natur und sie wird auch nicht so hoch und so alt werden. Dennoch kann der Hobbygärtner bei richtiger Pflege die Kokospalme zu einem Prunkstück heranziehen, an dem er lange Jahre seine Freude haben wird.

Pflege der Kokospalme

Wer weiß, unter welchen Bedingungen die Cocos nucifera in den Tropen gedeiht, der kann sich schon denken, was bei der Pflege des Palmbaumes zu beachten ist:

  • Weil die Kokospalme Wärme liebt, sollte sie unbedingt einen sonnigen Fensterplatz bekommen.
  • Nur wer eine Jungpflanze aus einem schattigen Treibhaus erwirbt, muss sie erst langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen. Es darf aber nicht darauf verzichtet werden, denn sobald die Pflanze älter wird, benötigt sie Helligkeit.
  • Auch im Winter, wenn in unseren Breitengraden die Sonne spät aufgeht und bald untergeht, muss dafür gesorgt werden, dass dem tropischen Baum ausreichend Licht zur Verfügung steht. Am besten wird er dann mit einer hellen Lampe oder Pflanzenlampe bestrahlt, um das fehlende Tageslicht zu ersetzen.
  • Gegossen werden sollte die Cocos nucifera reichlich. Sie darf nicht so viel Wasser bekommen, dass die Kokosnuss ständig unter Wasser steht, aber der Boden sollte stets feucht gehalten werden.
  • Zu beachten ist außerdem, dass die Kokospalme in einem Raum aufgestellt wird, in dem die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt. Auch bei Abwesenheit des Besitzers darf die Pflanze nicht auskühlen.

Kokospalme umtopfen

Wer sich eine Cocos nucifera zulegen möchte, sollte bereits beim Kauf darauf achten, dass sie nicht in einem zu kleinen Topf steht. Häufig werden der Kokospalme die Wurzeln gekürzt, damit sie in den kleinen Blumentopf gezwängt werden kann. Solche Palmen haben kaum Überlebenschancen.

Dass die Wurzeln gekürzt wurden, lässt sich erkennen, wenn aus den Abtropflöchern im Boden des Topfes dicke Wurzelabschnitte herausschauen. Wer eine solche Pflanze erwirbt, sollte sie sofort in einen größeren Kübel setzen und hoffen, dass die Wurzeln wieder nachwachsen.

Eine Kokospalme, die im passenden Topf geliefert wird, muss erst nach zwei bis drei Jahren umgetopft werden. Entweder wird sie in Substrat gesetzt oder in gute Gartenerde, die mit etwas Sand vermischt wurde. Beim Einsetzen in den Topf sollte die Hälfte der Kokosnuss immer oben herausschauen. Die Wurzeln dürfen beim Umtopfen nicht beschädigt werden.

Tipps für die Kokospalme

  1. Am besten gedeiht die Kokospalme bei einer Raumfeuchte von 70 bis 80 Prozent. Daher ist sie im Wintergarten optimal aufgehoben.
  2. Kokospalmen müssen regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden. Stumpfe Blätter, gelbe Blätter oder eine silbrig glänzende Blattoberseite sind erste Anzeichen, die immer ernst zu nehmen sind. Besonders gerne siedelt sich die Spinnmilbe auf der Palme aus den Tropen an. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit kann das aber vermieden werden.
  3. Die Cocos nucifera liebt es, ab und zu mit Regenwasser besprüht zu werden.
  4. Das Gießwasser für die Kokospalme sollte nicht zu kalkhaltig sein. Außerdem muss es wohltemperiert sein, also Zimmertemperatur haben.